Kyle & Jason - The Power of Love - Seite 4

Und dieser Wichser da ist an allem schuld!“ Das ging in Jasons Richtung und Dave musste ihn schon ziemlich grob anpacken, damit er sich nicht losriss.

Dave löste sich von Jason und kam dicht zu Brennon. „Du bist die Drecksau! Der Abschaum! Die Mutter des Jungen vor seiner Zimmertür zu ficken ist wohl moralisch, was?“

„Das hat er getan?“, fragte einer der Polizisten mit einem Kopfschütteln.

„Ja, und vermutlich nicht nur einmal!“

Dave konnte sich gerade noch wegducken, als Brennon versuchte, ihm ins Gesicht zu spucken.

„Sobald ich wieder draußen bin, bring ich ihn um!“, fauchte Brennon.

Diesmal war es Jason der Dave zurückhielt.

Währenddessen zeterte Brennon weiter, dass er einen Arzt brauchte und Kyles Mutter, die inzwischen ebenfalls in Handschellen dastand, hing an seinen Lippen, als würde er das Evangelium verkünden. Ihren Sohn, der zwischen Leben und Tod schwebte, würdigte sie keines Blickes.

Die Beamten lasen ihr ebenfalls ihre Rechte vor und verhafteten sie wegen unterlassener Hilfeleistung und somit Beihilfe zum versuchten Mord.

„Wir müssen los!“, hörte Jason einen der Sanitäter sagen.

„Können wir mitkommen?“, fragte Dave hastig.

„Memorial Hospital, Notaufnahme. Sie können folgen! Los! Los! Los!“

Dave nickte und nahm Jason am Arm, der vor Schock erstarrt war.

„Los komm! Vergiss dieses Dreckschwein für den Moment!“, zischte Dave, da unschwer an Jasons Gesicht zu erkennen war, was er Brennon im Geiste antat und zerrte ihn hinter den Sanitätern aus dem Haus.

Mario hatte Dave und Jason nach unten begleitet und setzte sie in einen Streifenwagen. „Joe, sei so gut und folge dem Krankenwagen und bring die beiden heil dort hin!“, bat er seinen Kollegen. Der nickte und nahm umgehend die Verfolgung auf.

Jason war wie versteinert.

Er hoffte aufzuwachen und zu bemerken, einen ekligen Albtraum gehabt zu haben, doch er wachte nicht auf. Immer wieder hörte er Kyles gequälten Schrei, als das Messer in ihn fuhr. Er hatte keine Ahnung, wie oft dieses Schwein zuvor schon auf ihn eingestochen hatte. Kyles Körper sprach Bände. Aber das Herz ist links! Immerzu schoss ihm dieser Satz durch den Kopf und wenn er über eines in diesem Moment froh war – sofern man das überhaupt sagen konnte –, so war es, dass Brennon offenbar Linkshänder war.

„Danke“, murmelte Jason.

„Schon gut. Da wir rein zufällig ganz in der Nähe in einem Café beisammen saßen, waren wir schneller, als die Polizei jemals gewesen wäre. Kyle wird das überleben! Er wird überleben!“

Jason schossen Tränen in die Augen und er starrte aus dem Fenster. Er hatte keine Ahnung, was er machen würde, wenn nicht.

© 2019 Andy D. Thomas - All rights reserved