Luke & Tim - Bound Passion - Seite 18

Tim hörte, wie sich sein Atem langsam beruhigte. Schließlich spürte er Lukes Bart wieder dicht an seinem Ohr.

„Tim?“

„Ja, Sir?“

„Hab ich mich getäuscht, oder bist du ebenfalls … gekommen?“

„Ja, Sir! Und das, uhm, das tut mir wirklich leid, Sir!“

„Wieso sagst du sowas?“

„Weil … weil ich nicht um Erlaubnis gefragt habe, Sir!“

„Nun, ich denke, ich hab dich ziemlich überrumpelt. Es ist nicht nur vollkommen okay, es ist wirklich wunderbar, dass du gekommen bist! Wenn ich auch finde, dass unser erstes Mal viel zu kurz war.“

Tim stöhnte leise. „Danke Sir! Oh Mann, Danke!“

„Alles Weitere liegt bei dir, Tim“, flüsterte Luke.

„Ich weiß, Sir!“

 

Als Tim erwachte, war er im ersten Moment überrascht, die Augen öffnen zu können und zu sehen. Er bemerkte, dass es draußen hell war und er hörte Stimmen. Mehrere Menschen schienen in seiner Nähe zu sein.

Sie würden ihn gefesselt und halbnackt vorfinden. Eine unangenehme Hitzewelle breitete sich in ihm aus und er wünschte, er könnte diese peinliche Konfrontation irgendwie verhindern.

Er ächzte, als er sich auf dem harten Untergrund, auf dem er lag, regte. Doch dann bemerkte er, dass er sich frei bewegen konnte und dass er auf dem Bauch lag. Er war nicht mehr gefesselt.

Wie war das möglich?

Entnervt schloss er die Augen.

„Hey, sei vorsichtig, nicht mit der Hand abstützen, du hängst an ’ner Infusion“, hörte er Phils besorgte Stimme rechts von ihm. „Warte einen Moment, ich mach sie dir ab.“

Er schlug die Augen erneut auf, starrte auf seinen Handrücken, in dem in der Tat eine Infusionsnadel steckte, die Phil nun vorsichtig entfernte und sofort danach die Einstichstelle abdrückte. Kurz darauf klebte er ein Pflaster darüber.

Jetzt erst kam Leben in Tim und er drehte sich so ruckartig um, dass Phil erschrocken zurückwich.

Vollkommen verwirrt sah Tim sich um.

Er lag auf einer Pritsche in der Hütte, in die er es gestern in seinem Delirium wohl noch geschafft haben musste. Vage erinnerte er sich an eine Bergtour mit seinen Freunden, aber es war alles neblig und verschwommen.

„Honey, ist alles okay mit dir?“, hörte er die weiche Stimme seiner Freundin und zuckte ein weiteres Mal zusammen, als Mary-Beth seine Wange berührte. Auch sie starrte er völlig entgeistert an.

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