Daniel & Kevin - Weihnachten im Frühling

Daniel schnaubte leise, dann sah er auf. „Ich hoffe inständig, dass ich nicht wieder nur träume.“

Kevin schenkte ihm sein umwerfendes Lächeln, nahm ihn an der Hand und zog ihn aus der Küche. Daniel schluckte und folgte ihm.

Vor seiner Zimmertür machte Kevin halt und sah ihn fragend an. „Zu dir oder zu mir?“

„Zu dir.“

Wenig später lagen sie im Bett.

Kevin beugte sich über Daniel und kurz bevor sich ihre Lippen erneut trafen, sprang Buddha aufs Bett.

Als der Hund es sich ungeniert bequem machte und seinen Kopf auf ihre verschlungenen Beine legte, hob Daniel den Kopf.

„Äh, nichts für ungut, aber wie wär’s mit einer klitzekleinen Privatsphäre?“, fragte er Buddha vorwurfsvoll. „Ich pass schon auf ihn auf. Versprochen.“

Der hob den Kopf, leckte sich die Schnauze und sprang vom Bett.

Sie sahen sich verblüfft an.

Kevin stemmte sich hoch und sah ihm nach. „Der geht in sein eigenes Bett. Unfassbar, dass er das kapiert hat.“

„Schlauer Hund“, brummte Daniel, als sich Kevin wieder über ihn beugte.

Der sah ihm in die Augen und wirkte fast etwas überrascht, während er den Kopf schüttelte.

„Hm?“, machte Daniel.

„Dachte, der Tag würde nie kommen“, murmelte Kevin und küsste sein Kinn. „Heute ist Weihnachten, stimmts?“

Daniel lächelte. „Heute ist Frühlingsanfang, aber ich stimm dir zu: Es fühlt sich definitiv an wie Weihnachten.“

Mit diesen Worten zog er Kevin zu sich herunter und sie küssten sich erneut.

Schließlich erklang ein leises Schnarchen vom Fußboden, das beide Männer zum Grinsen brachte und das unmissverständlich davon zeugte, dass Buddha mit der neuen Situation komplett einverstanden war.

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