Kyle & Jason - The Power of Love

Doch kurz darauf kam Mel wieder und stellte Jason das Gewünschte auf den Wohnzimmertisch.

Als der Butler wieder weg war und Jason nach der Tablette greifen wollte, mischte sich Jessie ein. „Jason, hast du was dagegen, wenn ich mir das mal ansehe?“

„Was, mein Kopfweh?“, fragte Jason und drückte die Tablette durch das Cellophan. Dann warf er sie ohne zu zögern ins Wasser. „Du kannst es mir gerne abnehmen, wenn du möchtest.“

„Okay, komm her, setz dich kurz auf einen Stuhl“, bat ihn Jessie und blickte zu Dave. „Isʼ es okay?“

„Klar.“

Jason seufzte, stand auf und setzte sich auf den Stuhl, den Jessie aus dem Essbereich herüber geholt hatte.

Jessie tastete seine Muskeln im Nacken an den Schultern fachmännisch ab. Wie vermutet war alles knallhart und völlig verkrampft.

„Hast du irgendwo Lotion oder sowas?“

Dave stand auf und kam kurz darauf mit einer Tube Gleitgel zurück. „Geht das auch, oder soll ich nach richtiger Lotion suchen?“

„Das geht auch“, brummte Jessie stoisch, ohne rot zu werden und hörte bereits nach dem ersten Moment ein schmerzhaftes Stöhnen von Jason, als er damit begann, ihm den Nacken zu massieren. Ihm war bewusst, dass Dave ihm gespannt dabei zusah.

„Du bist total hart! Da hätte jeder Kopfschmerzen!“

Wenige Minuten später öffnete Jason wortlos sein Hemd um ein paar Knöpfe und Jessie schob den Stoff über seine Schultern. Dann arbeitete er gekonnt weiter.

„Mann, das ist himmlisch!“, entfuhr es Jason genießerisch. Ohne Widerrede lehnte er seinen Kopf zurück an Jessies Bauch und ließ sich die Stirn und die Schläfen massieren. Dann arbeitete sich Jessie wieder tiefer über seinen Nacken, um noch einmal seine Schultern zu bearbeiten. Schließlich strich er Jason noch einige Male die Seiten am Hals entlang bis zu den Oberarmen.

Kurz darauf ließ er seine Hände ruhen. „Was macht dein Kopf?“, erkundigte sich Jessie.

Jason sagte zuerst gar nichts und öffnete die Augen. Von ihm aus hätte Jessie noch eine Stunde so weiter machen können. Kyle musste unbedingt Physiotherapeut werden! Der Gedanke jagte ihm prompt einen Stich durch die Eingeweide. „Hm, unglaublich … fast weg!“ Er sah zu Jessie auf, der zufrieden lächelte.

„Hey, kein Wunder, du bist total verspannt und nach den letzten vierundzwanzig oder mehr Stunden ist das wohl keine Überraschung, oder?“

Jasons Blick tastete sich zu Dave, der immer noch amüsiert zusah. „Sag mal, hast du auch nur die entfernteste Ahnung, was du dir da angelacht hast?“, fragte er Dave und stand auf. Er zog sein Hemd wieder über die freigelegten Schultern und knöpfte es zu. „Komm her und lass Jessie ran!“

„Ich hab keine Kopfschmerzen!“, protestierte Dave.

„Sag mal, bist du bescheuert? Schwing deinen Luxuskörper auf diesen Stuhl!“, knurrte Jason.

Dave seufzte, stand auf und setzte sich.

Jessie merkte sofort, dass Dave nicht minder hart war. Die Tatsache, dass er keine Kopfschmerzen hatte, lag sicher daran, dass er Meister darin war, den Schmerz, egal welchen, auszublenden.

Er zögerte nicht und knöpfte auch Dave das Hemd ein wenig auf. Dann streifte er es über seine Schultern und machte mit ihm schließlich dasselbe wie mit Jason.

Wenig später seufzte auch Dave.

„Ach?“, kommentierte Jason und trank wieder von seinem Tee.

- - - Ende der Leseprobe - - -

© 2019 Andy D. Thomas - All rights reserved