Luke & Tim - Bound Passion

Luke spürte, dass Tims Herzschlag für einen Moment aussetzte, als er das sagte, denn seine linke Hand lag immer noch auf Tims Brust. Als Nächstes konnte er sehen, wie die Anspannung den auf einem großen massiven Holztisch gefesselten Körper mit jeder Sekunde ein wenig mehr verließ. Lediglich Tims Atem ging noch etwas hektisch, was angesichts der Situation aber nur zu verständlich war.

„Ist dies nicht eine deiner langgehegten Phantasien, von denen du mir schon so oft erzählt hast? Dich einfach entführen zu lassen? An einen unbekannten Ort?“ Er löste seine Finger aus Tims Haaren, da der inzwischen seine heftige Gegenwehr aufgegeben hatte. „Ja oder nein?“

Tim nickte.

„Ich weiß auch, dass du mich bislang nicht persönlich treffen wolltest, aber ich konnte einfach nicht mehr warten und dachte, dir wenigstens eine deiner langgehegten Phantasien zu erfüllen.“

„Sir, bitte!“, nuschelte Tim undeutlich, doch Luke verstand ihn auch mit Knebel. Was das betraf, hatte er ein gut geschultes Ohr.

„Nein. Ich werde dir den Knebel noch nicht abnehmen. Du wirst dir erst anhören, was ich zu sagen habe. Verstanden?“

Tim nickte erneut.

„Gut.“ Luke stand auf und ging langsam den Tisch entlang, um Tim in seiner ganzen Pracht, wie er da lag, zu begutachten. Und was er sah, gefiel ihm außerordentlich. Tim war kräftig und gut gebaut. Groß, fast eins fünfundachtzig groß, schätzte er, sportlich und ziemlich gutaussehend. Er trug Jeans, ein T-Shirt und darüber ein Holzfällerhemd, das nicht zugeknöpft war. Einen Ledergürtel, Socken und Bergstiefel. Seinen Bürojob sah man ihm jedenfalls in keiner Weise an.

Luke lächelte zufrieden, da Tim nicht wieder zusammenzuckte, als sich seine Finger in seinen starken Oberschenkel gruben. Lediglich als seine Hand an der Innenfläche höher glitt, spürte er, wie Tims Körperspannung erneut zunahm. Luke war sich nur zu bewusst, dass Tim zuvor noch nie von einem Mann so berührt worden war. Er konnte die enorme Hitze aus seinem Schritt spüren, hielt sich aber zurück, ihn genau dort anzufassen. Stattdessen ging er weiter um den Tisch herum und berührte Tims Körper dabei noch an anderen Stellen.

„Gestern Nacht war die Hölle. Ich wusste ja, dass wir kein Treffen haben können, weil du auf dieser Bergtour bist, aber ich hätte nie gedacht, wie sehr mir das fehlen würde. Du hast mir gesagt, dass du auf dieser Tour zu einer Entscheidung gelangen willst, wie es mit uns weitergehen soll und du weißt, dass ich das gutgeheißen habe. Aber ich konnte einfach nicht zu Hause bleiben und untätig darauf warten, was am Ende dabei rauskommen wird. Also habe ich mich entschlossen, mein Bestes dazu beizutragen, um dich in deiner Entscheidungsfindung zu unterstützen. Eine ähnlich gute Kooperation deinerseits, wie du sie bislang so wunderbar online gezeigt hast, wäre daher äußerst wünschenswert! Wenn das also von deiner Seite aus doch nur alles Blabla war“, er machte eine kleine Pause, um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, „dann war’s das wohl mit uns beiden und es könnte eine sehr unbequeme Nacht für dich werden. So gefesselt und geknebelt …“

Er sah, wie Tim schluckte.

„Soll ich dir den Knebel abnehmen?“

Tim nickte.

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