Luke & Tim - Bound Triangle

Hot Chocolate

Lukes Hintern spannte sich immer wieder rhythmisch an, während er sich hart in Tim presste, der vornübergebeugt in der Dusche stand, sich mit den Händen an den kühlen Steinfliesen abstützte und dabei unartikuliert und erregt stöhnte.
Wenig später brachte Luke es zu Ende, zog Tim hoch und lehnte sich schnaufend gegen ihn, sodass Tim nun doch gegen die kühle Wand gepresst wurde.
Als sich sein Herzschlag wieder beruhigt hatte, zog er sich aus Tim zurück und drehte ihn um. Tims Brustkorb hob und senkte sich immer noch deutlich und als Luke ihm endlich den Knebel abnahm, schnappte er nach Luft.
„So geil“, keuchte Tim.
„Und noch so früh am Abend“, konterte Luke und nahm den Duschkopf. Als er das kalte Wasser aufdrehte, konnte er deutlich in Tims Gesicht lesen, dass er sich den Knebel augenblicklich zurückwünschte.
„AAAH!“
Luke richtete das Wasser auf Tims prall gefüllten Cockcage, und zwar so lange, bis der Druck offenbar nachließ und Tim auf die Knie sank, um ihm die Füße zu küssen. Er grinste und drehte das Wasser ab. „Guter Junge!“
Jemand hämmerte energisch gegen die Tür. „He, ihr zwei. Das Essen ist fertig!“, rief Sam in ziemlich genervtem Ton. „Könnt ihr nicht wann anders vögeln? Wenn ihr nicht in fünf Minuten am Tisch sitzt, dann nehm ich mir den Rest der Woche frei!“
„Uuuh, da ist einer sauer“, brummte Luke.
„Nee, Sam, wir mussten das jetzt tun. Punkt“, ertönte es gutgelaunt vom Boden. Bevor er sich wieder aufrappelte, küsste Tim auch noch Lukes anderen Fuß.
„Wir beeilen uns besser.“
„Mhmm.“

Sie schafften es in weniger als drei Minuten und bekamen einen köstlichen Rinderbraten mit Kartoffelgratin und grünem Spargel vorgesetzt. Allerdings tat Sam dies so schwungvoll, sodass das Essen fast vom Teller rutschte, was davon zeugte, dass er immer noch angepisst war.
„Is’ doch wahr!“, knurrte er. „Guten Appetit“, schickte er noch hinterher.
„Mensch Sam, wir hatten seit Tagen keinen …“
„Verschon mich, Tim!“ Er ging mit einer abwehrenden Geste in seine Küche zurück.
Tim sah Luke fragend an, der zuckte mit den Achseln und begann zu essen.
„Hängt der Haussegen schief?“, fragte Tim leise.
„Möglich“, murmelte Luke. „Sam, das ist köstlich!“, rief er.
„Du verdammter Schleimer!“
Luke seufzte. „Ich glaub, ich geb ihm besser freiwillig für den Rest der Woche frei.“
„Hm, wär vielleicht besser, ja. Aber es ist wirklich total lecker!“
Sie aßen schweigend weiter und es gelang ihnen, Sam ein klein wenig zu besänftigen, als sie beide Nachschlag wollten.
„Vielleicht hat ihn die Nummer so verärgert?“
„Kann sein. Aber dann hängt der Haussegen mit seinem Lover wirklich schief. Denn bislang war es ihm sowas von egal, auch wenn wir es mal hier auf der Couch gemacht haben.“
„Machst du das nachher nochmal mit mir?“, fragte Tim und lutschte dabei aufreizend lange an einem Stück Spargel. „Natürlich erst, wenn Sam weg ist.“
Sie lachten beide.
„Ehrlich gesagt würde ich gerne mal wieder ausgehen“, meldete sich Luke nach einer Weile wieder zu Wort und sah Tim vielsagend an.
Dessen Grinsen wurde noch breiter. „Ausgehen, wie in endlich mal wieder was aufreißen?“
„Mhmm. Genau das. Hättest du Bock?“
„Das letzte Mal war mit Josh und das ist schon ’ne ganze Weile her. Da er bislang noch nicht bei uns aufgeschlagen ist, um mit uns ’ne Nummer zu schieben, wird uns wohl nix anderes übrigbleiben, als wieder auf die Jagd zu gehen.“
„Ja, dachte auch, der beißt an.“
„Was nicht ist, kann ja noch werden.“
„Hm.“
Sam kam und sie verstummten. „Kaffee?“
„Gerne. Und Sam …“
„Ja?“
„Nimm dir die Schlüssel zur Redwood-Lodge und mach ein paar Tage frei“, sagte Luke.
Sam räusperte sich. „Das ist nicht nötig. Ich glaub, ich sollte mich für meine Laune entschuldigen. Was bei mir privat im Argen liegt, sollte ich nicht an euch auslassen.“
„Schon gut. Wäre wirklich eine Schande gewesen, das kalt werden zu lassen. Aber ich hab’s ernst gemeint. Ich glaub, Tapetenwechsel täte dir vielleicht ganz gut, oder? Und wir kommen auch mal ohne dich klar.“ Sam war ihre treue Seele und kümmerte sich um den Haushalt und das Essen. Dafür wohnte er praktisch kostenlos in einer eigenen Wohnung, hier in Lukes mehrstöckigem Haus.
Sam zögerte und fragte: „Darf ich jemanden mit auf die Lodge nehmen?“
„Klar.“
Er nickte. „Danke. Ich glaub, ich sollt das Angebot wirklich annehmen. Aber jetzt bring ich euch erst mal euren Kaffee.“
Als er wieder weg war, sah Luke wieder zu Tim.
„Also doch“, formte der lautlos mit den Lippen und Luke nickte.
„Wo waren wir stehengeblieben?“
„Beim Ausgehen.“
Luke grinste. „Du trägst den Cockcage schon wieder fünf Tage am Stück. Das sollte heute aufhören. Es ist Zeit, dich zu belohnen.“
„Aber erst, wenn ich uns was gefangen habe, okay?“
„Du hast echt ’nen Knall.“
„Mag sein.“
„Hättest du Bock, mal einen als Erster zu vögeln?“
Tim riss die Augen auf. Das war etwas, was bislang ausschließlich Lukes Privileg gewesen war, wenn sie sich einen One-Night-Stand aufgerissen hatten.
„Du meinst, bevor du dann …“
Luke nickte.
„Das wäre echt total heiß“, murmelte er. „Ich bin gerne bereit, alles Mögliche dafür auszuhalten.“ Immerhin war ihre Art, Sex zu haben, nicht gerade jedermanns Sache, aber sie liebten es beide und hatten sich letztes Jahr einfach nur gesucht und gefunden.
„Nein, ich will dich nicht bestrafen, sondern dafür belohnen, wie gehorsam du die letzten Wochen warst. Es macht einfach unglaublichen Spaß, mit dir zu arbeiten und zu leben. Und natürlich geilen Sex zu haben.“
„Danke“, antwortete er gerührt. „Mir geht’s genauso.“
Sam brachte den Kaffee. „Danke, Luke. Ich werd’s dann packen.“
„Keine Ursache. Gern geschehen.“

Es war fast schon Mitternacht, als Luke mit seinem Wagen an eine Tankstelle fuhr.
„Was geht’n da ab?“, fragte Tim, als Luke nach dem Tanken wieder einstieg und den Motor anließ.
Ein Wagen hielt schräg vor ihnen und dann sprang ein junger dunkelhäutiger Mann aus dem Auto, oder besser, es sah eher so aus, als würde er dazu gezwungen, auszusteigen. Er war eindeutig für einen Club oder eine Bar angezogen und fing an, sich tierisch darüber aufzuregen, als der Wagen mit quietschenden Reifen davonraste.
„Haben die den jetzt grad ausgesetzt?“, fragte Luke und öffnete das Fenster einen Spalt breit, um zu hören, was der Mann dem Wagen hinterherrief.
Die Schimpftirade hatte es in sich und es wurde unmissverständlich klar, dass die anderen Insassen des Wagens ihn – bei was auch immer – offensichtlich nicht dabeihaben wollten.
„Heiliger Strohsack, der ist sauer!“
„Und extrem lecker“, brummte Tim. „Da hätte ich mal echt Bock drauf. Hot Chocolate!“
„Tz, der beißt niemals an Vanilla Boy. Da hast du den Arsch zu weit drunten.“
In Tims Augen blitzte es auf. „Wetten? Wir sind hier mitten im Gay-Viertel, müsste schon ’n doofer Zufall sein, wenn der nicht schwul wäre, was?“
Luke lachte. „Wie zum Teufel willst du das anstellen?“
„Fahr ein Stück vor, brems abrupt und lass mich raus. Wir tragen den Floh, du wirst schon sehen.“ Tim zeigte auf sein rechtes Ohr, in dem ein winziger Sender saß. Ihr geheimer Weg der Kommunikation, wenn sie auf der Jagd nach einem Sexpartner waren. Ansonsten nutzten sie das Gerät hauptsächlich beruflich, denn Luke war der Inhaber von McLean Security und Tim seine rechte Hand.
„Falls du das schaffst: Hut ab. Der wär mal wieder was richtig Geiles! Viel Glück!“
Luke fuhr also zwanzig Meter weiter vor, bremste scharf und Tim stolperte aus dem Wagen. Dann brauste er davon, was Tim zu einer ähnlichen Schimpftirade veranlasste, wie der dunkelhäutige Schönling nicht weit von ihm entfernt.
Fluchend trollte sich Tim mit in den Hosentaschen vergrabenen Händen zurück zur Zapfsäule, der er einen Tritt verpasste.
„Hey, du?“, hörte er eine Stimme rechts vor ihm.
„Lass mich in Ruhe. Nur Arschlöcher auf dieser Welt!“
„Hat der dich grad rausgeschmissen? Ausm Wagen? Bist du okay?“
„Was geht dich das an?“ Tim funkelte ihn an und dachte für sich: Scheiße, sieht der gut aus.
„Mir is’ grad das Gleiche passiert! Krass! Is’ heut Ich-werf-dich-ausm-Auto-Tag, oder was?“
„Wie, dir is’ grad das Gleiche passiert?“ Tim stellte sich dumm.
„Haste nicht mitbekommen? Der goldene Buick, der grad davongeschossen ist?“
„Nä.“
„Das war mein Arschloch-Bruder und meine Arschloch-Cousins, die mich auf ihrer Tour heute doch nicht dabeihaben wollten, wie sie grade entschieden haben, weil ich erst 19 bin. Und da, wo die hinwollen, darf man erst ab 21 rein. Wichser.“

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